Februar

Winterbilder

Nachdem nun auch die letzte weihnachtliche Lichterkette aus den Immergrünen verschwunden ist, kehrt in den Gärten wieder Ruhe ein. Noch läßt das Frühjahr auf sich warten, wer Glück hat, entdeckt bei seinen Rundgängen höchstens ein paar vorwitzige Schneeglöckchen, die angesichts einiger warmer Tage im Januar schon ihre Blüten zeigen. Abgesehen davon trotzt der Garten still und starr der Kälte, der Sommer scheint ein ferner Traum.

Mangels üppigem Blattwerk tritt im Winter die Struktur des Gartens zu Tage. Flächenaufteilung, Beläge von Wegen und Plätzen, Pflanzgruppen bilden einen Blickfang. Gegliederte Flächen geben dem Auge Halt und Genuß, auch wenn die Farben und Formen des Sommers fehlen. Wagen Sie ruhig eine formale Gestaltung Ihres Gartens, sie verwandelt langweilige, winterkahle Gartenflächen in spannungsvolle Winterbilder. Zusammen mit Schnee oder Rauhreif wird ein Scherenschnitt daraus, der genauso attraktiv ist wie die Variation der Grüntöne im Sommer.

Wollen Sie sich eine Eindruck von der möglichen Wirkung eines winterlichen Gartens machen, so besuchen Sie unser Büro. Ihm vorgelagert ist ein kleiner Garten mit buchsgesäumten Beeten. "Das uralte Raster von Wegkreuz und runder Mitte als Sinnbild für die Ströme des Lebens, die aus einer lebendigen Quelle im Mittelpunkt gespeist werden"1, gibt dem Garten Form und ist auch im Winter eine Augenweide.

1) Menzel, Caroline; Rogers, Gary (1996): Im Garten der 4 Jahreszeiten, Verlag Georg D.W. Callwey, München